Korinthen
Korinthen – κορινθιακή σταφίδα
Im August, manchmal sogar bis in den September hinein, sieht man sie auf der ganzen Insel ausgebreitet vor den Häusern. Früher wurden sie auf viereckigen Holzgestellen ausgelegt. Heute nutzt man große Planen oder engmaschige Netze.
Ursprünglich kommen sie aus der Regio Achaia auf dem Peleponnes, traten aber Mitte des 16. Jh ihren Siegeszug auf der Insel Zakynthos an. Die venezianischen Herrscher sahen das im Übrigen überhaupt nicht gerne, da seitdem die Produktion des Getreides (damals noch das Hauptanbauprodukt) dramatisch zurück ging. Die Korinthen jedoch brachten den Bauern damals viel mehr Profit als das Getreide.
Korinthen werden aus kleinen, kernlosen, schwarzblauen und äußerst süßen Trauben gewonnen. Wenn diese reif sind, erfolgt im August die Lese. Dann werden sie etwa 20 Tage lang der heißen Sommersonne zum Trocknen ausgesetzt. Selbst ein kleiner Regenschauer, der zum Glück um diese Jahreszeit sehr selten vorkommt, kann die ausgelegten Früchte schädigen und ihren Preis erheblich drücken. Wenn die Korinthen ihre Feuchtigkeit weitgehend verloren haben, werden sie mit Hilfe spezieller Maschinen gereinigt und von Stängeln und Blättern befreit. Früher geschah dies mit einer Art Besen, mit dem man sie stundenlang umrührte. Wenn sie dann gereinigt sind, werden sie in Säcke verpackt und zur Genossenschaft gebracht. Ein hiesiger Bauer erhält etwa 80 Cent pro Kilogramm Korinthen von der Genossenschaft. Heute werden sie hauptsächlich in andere EU-Staaten exportiert. Allerdings kennt man in Großbritannien die Korinthen aus Zakynthos schon seit dem dem 16. Jh. Sie wurden bereits damals dorthin exportiert und sogar Wein wurde aus diesen sehr süßen Trauben gewonnen.



17. Aug, 2011 







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