Olives

Für die Zakynther spielt Olivenöl eine wichtige Rolle. Fast jedes Essen wird mit einem ordentlichen Schuss verfeinert. Der Verzicht auf Öl während der Karwoche bedeutet für die Zakynther eine wirkliche Entbehrung, da manche das Olivenöl sogar als Medizin verwenden. Man sagt, dass wenn man ein hohes Alter erreichen möchte, sollte man jeden Morgen einen Löffel Olivenöl zu sich nehmen. Statistiken belegen, dass in den Mittelmeerländern die Zahl der Herzerkrankungen deutlich geringer ist als dort, wo man vor allem tierische Fette verwendet.

Im Jahr 1776 wurden auf Zakynthos 93.274 Bäume gezählt, die Statistik aus dem Jahr 1880 kommt sogar auf 413.505 Bäume. Bereits die Venezianer unterstützten finanziell jede neue Olivenbaumeinpflanzung mit 5 Drachmen pro neugepflanztem Baum. Dadurch stellten sie sicher, dass der Olivenölertrag gesteigert wurde und damit auch mehr Olivenöl nach Venedig exportiert werden konnte.

Heute werden etwa 5 bis 7 Tausend Tonnen Olivenöl auf Zakynthos produziert. Die Qualität des Öls ist dabei gut bis sehr gut. Ein Großteil des Öls wird nach Italien exportiert. Dort wird es abgefüllt und oft als italienisches Öl verkauft. Die Italiener haben es in den vergangenen Jahren besser geschafft Olivenöl zu vermarkten und können daher höhere Preise erzielen als die Griechen.

Olivenbäume tragen in der Regel nur alle zwei Jahre Früchte. Es sind Bäume auf der Insel zu finden, die bereits über 2000 Jahre alt sind und noch immer regelmäßig Früchte tragen.

Tree

Die Olivenernte beginnt etwa Ende Oktober. Eine Olive ist zuerst grün und wenn sie reif ist schwarz.

Die bekanntesten Olivensorten, die für die Ölproduktion auf Zakynthos verwendet werden, sind:

  • DOPIES – Sie reifen sehr schnell und die Oliven sind schwarz.
  • KORONEIKES - Sie kommen aus Koroni (eine Stadt auf dem Peloponnes). Sie bleiben länger grün.

Die beiden Sorten werden aber in der Regel vermischt und ergeben dann das Zakynthische Olivenöl.

Die bekanntesten Olivensorten, die für den Verzehr geeignet sind, sind:

  • LEMONOLIES – Der Name wurde ihr gegeben, da sie die Form einer Zitrone haben.
  • KARIDOLIES – Sie haben die Form einer Walnuss.
  • MOTHONEIKES – Sie kommen aus Methoni (Peleponnes) und sind sehr dick.Harvest

Ernte:

Für die Ernte werden engmaschige Netze unter den Olivenbäumen ausgelegt und dann werden die Oliven mit Rechen und Stöcken vom Baum gestreift bzw. geschlagen. Gleichzeitig wird der Baum beschnitten damit er in zwei Jahren wieder prächtig trägt. Die sich dann auf den Netzen befindlichen Oliven werden aufgelesen und in Säcke gefüllt. Diese wiegen in der Regel 50 kg. Ein Sack Oliven ergeben ca. 7 – 12 Liter Olivenöl.

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Fast in jedem Dorf auf Zakynthos gibt es eine Olivenpresse. Man bringt seine Oliven dann dorthin zum Pressen. Um eine gute Olivenölqualität zu erlangen, dürfen zwischen Ernte und Pressung nicht mehr als 3 Tage liegen. Die Presse wird meist in Naturalien bezahlt, dh., dass etwa 8 % des gepressten Olivenöls der Presse zustehen.

Pressung:

Zuerst werden die Oliven maschinell gewaschen und die Blätter entfernt. Danach werden sie zusammen mit dem Olivenkern zerdrückt. Dieser Olivenbrei geht in einen großen Zylinder, indem der „Oliven-Brei“ je nach Presse bis zu 2 Stunden gedreht wird. Dieser Vorgang unterstützt die Trennung des Öls vom Fleisch. Diese Masse wird durch einen dicken Schlauch in eine Zentrifuge gepresst. Dort wird durch die Rotation das Öl vom Wasser getrennt. Übrig bleiben dann nur noch die trockenen Reste des Breis, die als Heizmaterial oder als Viehfutter dienen und das Öl. Am Ende durchläuft das noch nicht ganz saubere Olivenöl noch ein paar Filter, in denen alle Fremdstoffe entfernt werden. Zurück bleibt dann das gepresste Olivenöl. Die Kaltpressung (maximale Temperatur bei 27°C) gilt als hochwertiges Speiseöl. Man erkennt es an der Bezeichnung „Extra Virgin Oil“. Pressungen bei höheren Temperaturen werden nur für minderwertiges Öl angewandt. Dieses Öl wird dann beispielsweise zur Seifenherstellung verwendet.

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Die Überlieferung der Mythologie erzählt, dass die Göttin Athene den Olivenbaum nach Griechenland brachte. Er stammt ursprünglich aus dem südlichen Vorderasien. Man kultivierte ihn aber schon in minoischer Zeit (ab 3000 v. Chr.) im Ägäisraum und in der Blütezeit des klassischen Athen trug er viel zum Reichtum der Stadt bei.

Die Olivenzweige galten damals sowohl als Symbol des Friedens als auch des Sieges. Daher überreichte man den Siegern der Olympischen Spiele einen Ölbaumzweig.

Der Olivenbaum ist einer der ältesten Kulturpflanzen im Mittelmeerraum und prägt das typische Landschaftsbild auf Zakynthos. Der knorrige immergrüne Baum wird 3 bis 7 m hoch, die derben ledrigen Blätter sind an der Oberseite dunkelgrün und an der Unterseite hellgrau und dicht mit Schuppenhaaren besetzt, so dass sie in der Sonne silbrig glänzen.

Er hat weit verzweigte, bis zu 6 m in die Tiefe reichende Pfahlwurzeln, mit denen er sich auch dann noch versorgen kann, wenn der Grundwasserspiegel im Sommer abgesunken ist. Was den Boden betrifft, sind sie sehr anspruchslos. Allerdings vertragen sie nur wenige Frosttage und sie dürfen dann auch nicht kälter als maximal -5°C sein.

Der Mittelmeerraum eignet sich hervorragend für die Olivenbaumpflanzungen. Im Sommer benötigen Sie die Trockenheit und viel Sonne und im Herbst/Winter benötigen sie einige kräftige Regengüsse. Die gelbweißen Blüten sind von Mai bis Juni zu sehen. Die Oliven reifen dann zwischen September und November.

Man benötigt viel Geduld beim Olivenbaumanbau. Es ist egal, ob man diesen aus Stecklingen oder Samen gewinnt. Ein Baum trägt frühestens nach 5 Jahren (es kann bis zu 10 Jahren dauern) die ersten Früchte. Den höchsten Ernteertrag erzielt man erst nach 20 Jahren. Bei guter Pflege kann dann aber mehrere Jahrhunderte lang eine gute Ernte eingefahren werden. Olivenbäume können uralt werden.

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